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Bahnhof Bernina Diavolezza, Foto: SBB Historic F_116_00001_059
Transports & chemin de fer

Bernina Diavolezza (Pontresina) – ein Bahnhof und sein Alltag

Der Bahnhof Bernina Diavolezza in Pontresina (Kanton Graubünden), fotografiert am 25. Juni 1967 – eine recherchierte Geschichte aus dem offenen Archiv von SBB Historic.

Pontresina, Grisons 1967-06-25 Raconté par Redaktion Schweiz damals (Archivrecherche)

Image : SBB Historic, Signatur F_116_00001_059, via opendata.swiss (Lizenz: Quellenangabe erforderlich) · env. 1967

Cette histoire a été racontée en allemand et est présentée dans sa version originale.

L’histoire

Dieser Fund aus dem offenen Archiv der SBB hat mich sofort gepackt: der Bahnhof Bernina Diavolezza in Pontresina (Kanton Graubünden), fotografiert am 25. Juni 1967, mit all den Details, die ein Dorf seiner Zeit erzählen.

Was ich über diesen Ort recherchiert habe

Pontresina (deutsch/italienisch; Rumauntsch Puter ) ist eine politische Gemeinde im Schweizer Kanton Graubünden. Sie gehört zur Region Maloja und liegt als nördlicher Talort des Berninapasses im Val Bernina, einem Seitental des Engadins.

Einige Fakten aus dem Datensatz von SBB Historic: Der Bahnhof liegt auf etwa 2085 Metern über Meer, die Gemeinde trägt die BFS-Nummer 3784 und gehört zum Kanton Graubünden. Die Koordinaten habe ich direkt aus dem Datensatz übernommen, damit ihr den Ort auf der Karte findet.

Die Zeit, in der das Foto entstand

In den 1960er Jahren begann das Zeitalter der Motorisierung: Die Autobahnen wuchsen, doch der Bahnhof blieb für viele Dörfer das Tor zur Welt.

Was ein Bahnhof in diesen Jahren bedeutete

Wenn ich ein solches Bahnhofsfoto betrachte, sehe ich vor allem eines: eine Infrastruktur, die auf Bestimmtheit gebaut war. Die Gleise waren genau vermessen, die Weichen gepflegt, die Fahrpläte auf die Minute ausgearbeitet. Die Schweiz hat ihre Bahnhöfe nie nur als technische Anlagen betrachtet, sondern als Repräsentation – des Kantons, der Gemeinde, der Eisenbahngesellschaft. Deshalb tragen so viele Empfangsgebäude Inschriften, Wappen oder den Namen des Ortes in Stein gemeißelt.

Zugleich war der Bahnhof ein Arbeitsplatz wie kein zweiter: Bahnhofsvorstand, Weichenwärter, Lokführer, Heizer, Gepäckexpedienten und Bahnhofswirtschaften beschäftigten ganze Hierarchien von Menschen. Ihre Schichten, ihre Signale und ihre Handgriffe hielten den Betrieb am Laufen – Tag und Nacht, im Sommer wie im Winter, wenn Lawinen oder Schnee die Strecke bedrohten.

Warum ich dieses Bild veröffentliche

Ich veröffentliche diese Geschichte, weil solche Aufnahmen die kleine Geschichte der Schweiz bewahren: nicht die Grossereignisse, sondern den Alltag an einem ganz bestimmten Ort. Das Foto selbst ist der beste Zeuge – schaut es euch in Ruhe an, vergrössert es, entdeckt die Details am Bahnsteig, an den Gebäuden, an den Gleisen. Wenn ihr diesen Bahnhof kennt – vom Warten auf dem Perron, von der ersten Zugfahrt, vom Ausflug oder von der Arbeit dort –, dann erzählt mir eure Erinnerung unter «Geschichte teilen». Ich ergänze sie gerne bei diesem Eintrag, damit aus dem Archivbild ein gemeinsames Stück Ortsgeschichte wird.

Quelle: SBB Historic, Signatur F_116_00001_059, via opendata.swiss (Datensatz «Historische Bahnhofbilder», Quellenangabe erforderlich). Aufnahmedatum laut Datensatz: am 25. Juni 1967. Koordinaten: 46.44179, 9.98230. Recherche: Wikipedia (Artikel «Bahnhof Bernina Diavolezza» bzw. «Pontresina»), Abruf durch die Redaktion.

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