Gastarbeiter in der Schweiz: Die Geschichte der Saisonniers und Italiener
Die Schweiz, wie wir sie heute kennen, wurde zu einem guten Teil von Gastarbeitern gebaut – zuerst die italienischen Saisonniers auf den Baustellen, später ganze Generationen aus Südeuropa. Ihre Geschichte ist die Geschichte des Schweizer Wirtschaftswunders.
Ohne die Gastarbeiter kein Gotthard, keine Autobahnen, keine Boomjahre – die Schweiz stand auf ihren Schultern.
Das Wichtigste in Kürze
- Schon im 19. Jahrhundert bauten italienische Saisonniers Eisenbahn und Tunnel
- Nach 1945 kamen Hunderttausende – zuerst Italiener, später Spanier, Portugiesen, Jugoslawen
- Saisonstatut: Arbeiten ja, Bleiben nein – Familien blieben oft jahrelang getrennt
- Ihre Nachkommen sind heute Teil der Schweiz
Die Saisonniers: Bauen und wieder gehen
Schon beim Bau der Alpentunnel im 19. Jahrhundert kamen Arbeiter aus Italien – für Monate, unter harten Bedingungen. Das Saisonstatut des 20. Jahrhunderts machte daraus System: Gastarbeiter durften arbeiten, aber nicht bleiben; Familien durften oft nicht nachziehen. In Baracken und Massenlagern wohnten die Männer, die die Infrastruktur des modernen Landes schufen.

Von der Anwerbung zur Integration
Ab den 1960er-Jahren lockerte die Schweiz die Regeln schrittweise; Familiennachzug wurde möglich, aus Aufenthalten wurden Biografien. Die Italiener der ersten Stunde, später Spanier, Portugiesen und Menschen aus Ex-Jugoslawien, prägen heute Städte, Vereine und Küchen des Landes – ihre Enkel sind längst Schweizer.
Was von damals geblieben ist
Der Arbeitsmarkt ist heute offener, transparenter und fairer: Direkte Stellen beim Arbeitgeber finden Zuzüger auf DirektJobmarkt.ch und Wolfjob.ch – mit Namen, Ort und klaren Konditionen statt Anonymität. Wer die Lebensrealität der Zuzüger von heute verstehen will, findet auf RealSwissCosts.ch echte Zahlen zu Löhnen und Kosten.
Häufige Fragen (FAQ)
Eine Regelung, nach der ausländische Arbeiter nur für die Saison in die Schweiz durften – ohne Familiennachzug und ohne dauerhaftes Bleiberecht. Es prägte das Gastarbeiterwesen bis in die 1960er-Jahre.
Zuerst vor allem aus Italien, später aus Spanien, Portugal und Jugoslawien. Sie arbeiteten besonders im Bau, in der Industrie und in der Gastronomie.
Viele blieben nach der Lockerung der Regeln dauerhaft; ihre Kinder und Enkel sind heute ein fester Teil der Schweizer Gesellschaft – in Handwerk, Politik und Kultur.
Fazit
Die Geschichte der Gastarbeiter ist eine Geschichte von Fleiß und Geduld: Sie bauten das Land, lange ohne selbst dazuzugehören. Heute gehören ihre Familien dazu – und der Zuzug von morgen beginnt transparenter, als es die Saisonniers je erlebt haben.