La vendemmia del nonno – die Weinlese des Grossvaters
RekonstruktionMendrisiotto, 1967: Eine Neunjährige bei der ersten Weinlese – Trauben, Akkordeon und ein Grossvater, der die Trauben für fühlende Wesen hielt.
Im Oktober 1967 half ich zum ersten Mal bei der Weinlese meines Grossvaters im Mendrisiotto. Ich war neun, mein Korb war halb so gross wie mein Ehrgeiz. Der Grossvater zeigte mir, wie man die Trauben hält: „Sanft, figliola. Die Traube erinnert sich an grobe Hände.”
Um die Mittagszeit sassen wir alle unter der Pergola: Pane, Salame, Käse und ein Schluck Merlot für die Erwachsenen, Traubensaft für uns Kinder. Die Frauen sangen, und jemand spielte Akkordeon. Das Tessin war damals arm, aber an diesen Tagen fühlte es sich an wie das reichste Land der Welt.
Der Rebberg existiert noch. Mein Bruder bewirtschaftet ihn heute mit dem Sohn des Nachbarn. Die Pergola ist neu, das Lied nicht. Wenn ich die Augen schliesse, höre ich noch das Akkordeon.
🏙️ Was ist heute an diesem Ort?
Der Rebberg in Morbio Inferiore wird noch immer bewirtschaftet – heute von der nächsten Generation. Die Weinlese im Oktober bleibt ein Familienfest, mit Pergola und Akkordeon.
Quellen & Hinweise
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